meine Philosophie

enchanté = sehr erfreut, angenehm  ( aus dem Französischen ),
in Gedenken an einen Hund Namens Ahsante

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Warum dieser Name, der zugleich meine Philosophie ist ?

Ich bin kein Sitz-Platz-Fuss-Trainer ! Unterordnung, blinder Gehorsam, ein Hund der sich aufgegeben hat, nur um mir zu gehorchen ist nicht mein Ziel. Für mich ist es wichtig, dass der Mensch und sein Hund ein Team bilden, das sich versteht und einander vertraut. Der Mensch sollte seinen Hund als Partner wollwollend, umsichtig und vorausschauend durch den manchmal verrückten Alltag führen. Dazu bedarf es der eindeutigen Kommunikation untereinander. 

Für die Kommunikation mit dem Hund vermittle ich viele ausschließlich positiv aufgebaute Signale, um erwünschtes Verhalten abfragen und fördern zu können. Eventuell auftretendes unerwünschtes Verhalten wird mit ebenfalls positiv aufgebauten Signalen konsequent unterbrochen und alternativ umgelenkt. Dieser Weg kann unter Umständen etwas länger dauern, lässt aber Vertrauen und eine hohe Bindung zwischen Hund und Mensch entstehen. Ich erwarte sehr viel mehr von den Menschen als von den Hunden. In meinen Augen ist es wichtig, dass der Mensch lernt, die Körpersprache des Hundes zu lesen und zu verstehen. Dies ist ein sehr wichtiger Lernbaustein in meiner Hundeschule. Auch ist ein weiterer Schwerpunkt des Trainings, den Hund bedürfnisgerecht und passend belohnen zu können. Denn nur so kann erwünschtes Verhalten verstärkt werden. Auch hierfür ist das Lesen der Körpersprache des Hundes notwendige Voraussetzung, die in meinem Unterricht erlernt wird.

Viele über Meideverhalten ausgebildete und geführte Hunde sind nur auf den ersten Blick gehorsamer, schaut man genauer hin, so haben sie nur aufgegeben bzw. haben Angst vor der nächsten Strafe, die von ihrem Menschen ausgehen könnte. Sie zeigen Meideverhalten. Dies ist definitiv nicht mein Weg und ich zeige gerne die positiven Alternativen auf. Aversive oder strafende Mittel und Handlungen wie z.B. Leinenruck, Schläge, Kneifen, Treten, den Hund anschreien, den Hund erschrecken oder ähnliches werden von mir nicht zugelassen und unterbunden. Die Ausbildung soll positive Emotionen beim Hund und seinem Menschen entstehen lassen. Gerne können bei mir die Hunde am Geschirr geführt und trainiert werden, was ich sehr unterstütze.

Ich arbeite gerne mit Signalen, nicht mit Befehlen oder Kommandos – doch warum diese Unterscheidung ? Unsere Sprache verbindet mit Worten auch Gefühle und Erwartungen. Befehle und Kommandos versetzen uns Menschen in die Erwartung, ja manchmal unter den Druck, dass der Hund das machen muss, was wir gerade durch einen Befehl oder ein Kommando verlangt haben. Doch können wir sicher sein, dass wir alle Umwelt- und Randbedingungen bei unserem Befehl, die auf unseren Hund einwirken, auch dabei bedacht haben? Kann er überhaupt einem Befehl/Kommando folgen ? Hunde, die nicht gehorchen, haben einen Grund, sie wollen uns Menschen nicht ärgern! Daher arbeite ich mit Hunden gerne mit Signalen, die ein Verhalten beim Hund abfragen. Kann er es mir nicht zeigen, so hat dies einen Grund. Entweder war mein Training nicht gut genug, der Hund konnte noch nicht genug üben oder es ist einfach etwas in der Umwelt, was es ihm unmöglich macht, ein von mir gewünschtes Verhalten zu zeigen. Das erfordert ein Umdenken beim Menschen, der die Sprache des Hundes lernen muss. Hunde sprechen mit ihrem Körper, Menschen bevorzugen die Sprache, da treffen fast immer zwei Welten aufeinander.

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Profilbild Facebook Ski 2013

Für mich stehen bestimmte Sportarten mit dem Hund nicht im Vordergrund, sondern die Achtsamkeit aufeinander. Trotzdem soll der Hund sinnvoll und hundgerecht ausgelastet werden.

Zu viele beim Hund geweckte Bedürfnisse können Unruhe, Hektik, Frust oder auch mehr verursachen. Für mich steht die Ruhe und die Gelassenheit im Umgang miteinander im Vordergrund. Ist dies gegeben, dann wird Ausschau nach gemeinsamen Hobbys gehalten.

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